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Absenceanfälle: Kurzer Bewusstseinsverlust ohne Krampfanfälle

Absenceanfälle (früher Petit Mal) sind generalisierte non-motorische Anfälle, die durch plötzliche, kurze Bewusstseinslücken (typischerweise 5–15 Sekunden) ohne Krämpfe gekennzeichnet sind.

Schlüsselmerkmale

  • Starrende Anfälle: Leerer Blick, Unansprechbarkeit.
  • Automatismen: Lippenlecken, Augenflattern, Herumfummeln.
  • Plötzlicher Beginn/Ende: Aktivität stoppt und setzt sofort fort; keine postiktale Verwirrung.
  • Hohe Frequenz: Dutzende pro Tag, oft in Clustern.
  • Altersbeginn: Meist 4–12 Jahre; kann ins Erwachsenenalter persistieren.

Diagnose & Behandlung

  • EEG: Zeigt klassische 3 Hz Spike-and-Wave Entladungen.
  • Erstlinientherapie: Ethosuximid, Valproat, Lamotrigin.
  • Prognose: ~70 % wachsen bis zur Adoleszenz heraus; andere entwickeln möglicherweise andere Anfalltypen.

Differentialdiagnose

Nicht zu verwechseln mit fokalen Anfällen mit eingeschränkter Wahrnehmung (länger, mit postiktaler Verwirrung) oder Tagträumen (unterbrechbar).

Frühe Erkennung verhindert akademische/soziale Auswirkungen. Konsultieren Sie einen Neurologen zur Evaluation.

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