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Anfallsymptome: Umfassender Leitfaden zur Erkennung und Ersten Hilfe

Anfallsmanifestationen variieren stark je nach Typ. Die Erkennung gewährleistet eine angemessene Reaktion.

Häufige Anfallsymptome nach Kategorie

KategorieSymptome
MotorischTonische Versteifung, klonisches Zucken, myoklonische Rucke, atoner Abfall, Automatismen (Lippen schmollen, Herumfummeln), versives Kopf-/Augendrehen, dystone Haltung, epileptische Spasmen (infantil)
SensorischVisuell (Blitze, Farben), auditiv (Summen, Stimmen), olfaktorisch (verbrannter Gummi), gustatorisch, somatosensorisch (Kribbeln, Taubheit), Vertigo, epigastrisches Hochsteigen
AutonomRötung, Blässe, Haarsträubung, Tachykardie/Bradykardie, Blutdruckveränderungen, Übelkeit, Erbrechen, Harninkontinenz, Mydriasis
Kognitiv / PsychischDéjà-vu, Jamais-vu, Angst, Furcht, Halluzinationen, Illusionen, Gedächtnisblitze, Verwirrung, Sprachstillstand
BewusstseinEingeschränkt (fokal mit eingeschränktem Bewusstsein), verloren (generalisiert), erhalten (fokal bewusst)

Wichtiger Punkt

Nicht alle Anfälle umfassen Krämpfe oder Bewusstseinsverlust. Fokale bewusste Anfälle (Auren) und Absenzanfälle werden leicht übersehen.

Erste Hilfe bei generalisiertem tonisch-klonischem Anfall

  1. Ruhe bewahren; Anfallzeit messen.
  2. Schützen: Zu Boden leiten, Kopf polstern, Bereich räumen, enge Halskleidung lockern.
  3. In stabile Seitenlage bringen (Erholungsposition) – hilft den Atemwegen, verhindert Aspiration.
  4. Nicht: Festhalten, etwas in den Mund geben, Wasser/Medikamente geben, CPR durchführen (es sei denn, kein Puls nach Anfallende).
  5. 112 wählen, wenn: >5 Minuten, rezidivierend ohne Erholung, erster bekannter Anfall, Verletzung, Atemnot, Schwangerschaft, Diabetes, im Wasser.
  6. Danach: Bei der Person bleiben, beruhigen, Ruhen erlauben, erklären, was passiert ist.

Wann ärztliche Hilfe suchen

  • Erster Anfall.
  • Änderung im Anfallmuster/-häufigkeit.
  • Status epilepticus (>5 Min oder rezidivierend ohne Erholung).
  • Post-Anfall: anhaltende Verwirrung, Schwäche (Todd-Lähmung), Verletzung.

Genaue Beschreibung der Ereignisse (Video, wenn möglich) erleichtert die Diagnose erheblich.

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