Ein Sturz verursacht nicht direkt Epilepsie, aber Kopfverletzungen durch einen Sturz können zu Anfällen führen durch verschiedene Mechanismen.
| Mechanismus | Beschreibung | Zeitpunkt |
|---|---|---|
| Schädel-Hirn-Trauma (SHT) | Kortikale Kontusion, diffuses Axonalschädigung, Hämatom → hyperexzierbarer Kortex | Sofort (Aufprall) → früh (<1 Woche) → spät (>1 Woche, Monate-Jahre) |
| Subdurales / Epidurales Hämatom | Masseffekt, kortikale Irritation, Ischämie | Akut (Stunden) oder chronisch (Wochen) |
| Zerebrales Ödem | Schwellung → erhöhter intrakranieller Druck, Herniengefahr | Gipfel 24–72 Stunden post-Verletzung |
| Posttraumatische Epilepsie (PTE) | Epileptogenese durch strukturelle Schädigung; Risiko korreliert mit SHT-Schwere | Monate bis Jahre später (Latenzzeit) |
| Hypoglykämie (sekundär) | Immobilisation → reduzierte Aufnahme → Hypoglykämie (besonders ältere, Diabetiker) | Tage nach Sturz |
| Medikamentennebenwirkungen | Opioide, Tramadol, Muskelrelaxantien, Antibiotika (Fluorchinolone) senken Krampfschwelle | Nach Medikamentenbeginn |
| Vorliegende Epilepsie | Sturz löst Durchbruchanfall aus (Stress, Schlafentzug, vergessene Medikamente) | Jederzeit |
Nicht alle Stürze verursachen Anfälle, aber jeder Anfall nach Kopfverletzung erfordert dringende medizinische Abklärung.

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