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Legasthenie-Diagnose: Prozess, Fachleute und was Sie erwarten können

Legasthenie ist eine spezifische Lernstörung beim Lesen. Die Diagnose ist ein umfassender, multidisziplinärer Prozess – es gibt keinen einzelnen Test.

Bewertungskomponenten

  • Anamnese: Entwicklungs-, medizinische, familiäre, schulische Vorgeschichte.
  • Kognitives Testen: IQ (z. B. WISC) zur Feststellung des Potenzials.
  • Schulleistungen: Lesen (Dekodierung, Leseflüssigkeit, Textverständnis), Rechtschreibung, Schreiben (z. B. WIAT, WJ).
  • Phonologische Verarbeitung: Phonemisches Bewusstsein, schnelles Benennen, Gedächtnis (CTOPP).
  • Sprachevaluation: Rezeptive/Expressivsprache (SLP).
  • Beobachtung & Fragebögen: Lehrer-/Elterneingaben zu Verhalten, Aufmerksamkeit.
  • Ausschluss: Seh-/Hördefizite, ADHS, geistige Behinderung, unzureichender Unterricht.

Beteiligte Fachleute

  • Psychologe (Schule/Klinik)
  • Sprachtherapeut
  • Pädagogischer Diagnostiker
  • Neuropsychologe (komplexe Fälle)

Diagnostische Kriterien (DSM-5 / ICD-11)

Anhaltende Schwierigkeiten in Lesgenauigkeit/Leseflüssigkeit/Textverständnis für ≥6 Monate trotz Intervention, Fähigkeiten deutlich unter Alters-/Klassenanforderungen, nicht erklärt durch andere Faktoren.

Nach der Diagnose

IEP/504-Plan für Anpassungen (zusätzliche Zeit, Hörbücher, strukturierte Leseunterricht). Frühe Intervention (K–2) erzielt die besten Ergebnisse.

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