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Dissoziative Identitätsstörung (DIS): Alterswechsel-Dauer und klinische Realität

Dissoziative Identitätsstörung (DIS) (früher Multiplikative Persönlichkeitsstörung) ist eine anerkannte Diagnose in DSM-5 und ICD-11, gekennzeichnet durch:

  • Vorhandensein von zwei oder mehr unterschiedlichen Persönlichkeitszuständen (Alters) mit diskontinuierlichem Selbstgefühl.
  • Wiederkehrende Lücken im autobiographischen Gedächtnis (Amnesie), nicht erklärbar durch gewöhnliches Vergessen.
  • Erhebliches Leiden oder funktionelle Beeinträchtigung.

Alterswechsel

Wechsel (Übergänge zwischen Alters) sind typischerweise kurz – Sekunden bis Minuten. Verlängerte Kontrolle durch einen einzelnen Alter für Tage oder Wochen ist ungewöhnlich und kein definierendes Merkmal. Wechsel können durch Stress, Traumareminiszenzen oder interne Hinweise ausgelöst werden.

Ätiologie und Behandlung

DIS ist stark mit schwerem, chronischem Kindheitstrauma (körperlicher/sexueller Missbrauch, Vernachlässigung) verknüpft. Behandlung ist langfristige, phasenorientierte Psychotherapie:

  1. Stabilisierung, Sicherheit, Symptommanagement.
  2. Traumaverarbeitung und Integration dissoziierter Erinnerungen.
  3. Identitätsintegration (oder funktionale Kooperation) und Rehabilitation.

Medikamente behandeln Komorbiditäten (PTBS, Depression, Angst), nicht die Kern dissoziation. DIS ist keine Schizophrenie; Realitätstest ist generell intakt.

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