Dissoziative Identitätsstörung (DIS) (früher Multiplikative Persönlichkeitsstörung) ist eine anerkannte Diagnose in DSM-5 und ICD-11, gekennzeichnet durch:
Wechsel (Übergänge zwischen Alters) sind typischerweise kurz – Sekunden bis Minuten. Verlängerte Kontrolle durch einen einzelnen Alter für Tage oder Wochen ist ungewöhnlich und kein definierendes Merkmal. Wechsel können durch Stress, Traumareminiszenzen oder interne Hinweise ausgelöst werden.
DIS ist stark mit schwerem, chronischem Kindheitstrauma (körperlicher/sexueller Missbrauch, Vernachlässigung) verknüpft. Behandlung ist langfristige, phasenorientierte Psychotherapie:
Medikamente behandeln Komorbiditäten (PTBS, Depression, Angst), nicht die Kern dissoziation. DIS ist keine Schizophrenie; Realitätstest ist generell intakt.
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