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Status epilepticus: Definition, Gefahren und Notfallmanagement-Protokoll

Status epilepticus (SE) ist ein neurologischer Notfall: anhaltende Anfälle ≥5 Minuten oder wiederkehrende Anfälle ohne Wiedererlangung des Bewusstseins dazwischen.

Typen

  • Konvulsiver SE: Tonisch-klonisch (am gefährlichsten).
  • Nicht-konvulsiver SE: Absenz, komplexer partieller oder subtiler Status – verändertes Bewusstsein ohne große motorische Zeichen.

Kritische Risiken

  • Neuronale Verletzung: Exzitotoxizität, metabolische Erschöpfung → dauerhafte Hirnschädigung.
  • Systemische Komplikationen: Aspiration, Rhabdomyolyse, Hyperthermie, Laktazidose, kardiale Arrhythmien.
  • SUDEP: Risiko des plötzlichen unerwarteten Todes bei Epilepsie ist stark erhöht.
  • Mortalität: 10–20 % kurzfristig; höher bei älteren und refraktären Fällen.

Sofortmaßnahmen (ABCs + Benzodiazepine)

  1. Airway, Breathing, Circulation; Sauerstoff, Zugang, Herzmonitor.
  2. 1. Wahl: IV Lorazepam 0,1 mg/kg (max. 4 mg) oder IM Midazolam 10 mg.
  3. 2. Wahl (wenn SE anhält): IV Fosphenytoin/Phenytoin, Valproat oder Levetiracetam.
  4. 3. Wahl (refraktärer SE): Kontinuierliches IV-Anästhetikum (Midazolam, Propofol, Pentobarbital) + EEG-Monitor.

Zeit ist Gehirn. Behandeln Sie aggressiv gemäß Protokoll.

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