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Nervenkampfstoff-Exposition: Drei kritische Zeichen für schnelle Erkennung

Nervenkampfstoffe (Sarin, VX, Novitschok) hemmen Acetylcholinesterase und verursachen eine cholinerge Krise. Schnelle Erkennung beruht auf drei charakteristischen Zeichen:

  1. Atemnot: Bronchokonstriktion und übermäßige Sekrete erzeugen ein „Ertrinken an Land“-Gefühl.
  2. Miosis (Stiftpupillen): Unreaktiv auf Licht – dies ist pathognomonisch für Nervenkampfstoffexposition.
  3. Muskelfaszikulationen/Schwäche: Fortschreitend von Zucken zu schlaffer Lähmung und Atemversagen.

Zusätzliche Zeichen (SLUDGE-Syndrom)

Speichelfluss, Tränenfluss, Harnentleerung, Stuhlentleerung, GI-Krämpfe, Erbrechen.

Sofortiges Handlungsprotokoll

  • Persönliche Schutzausrüstung (PSA) anlegen, Opfer aus der Exposition entfernen
  • Dekontaminieren: Kleidung entfernen, mit Seife und Wasser waschen
  • Antidote verabreichen: Atropin (trocknet Sekrete, kehrt Bronchospasmus um) + Pralidoxim (2-PAM) (reaktiviert Acetylcholinesterase) + Benzodiazepin (bei Krampfanfällen)
  • Atemwegssupport bereitstellen; mechanische Beatmung oft erforderlich

Frühe Erkennung rettet Leben. Ersthelfer sind darauf trainiert, dieses klinische Trias sofort zu identifizieren.

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