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OCD-Behandlung: ERP, Medikation und begleitende Strategien

Die Zwangsstörung (OCD) wird optimal mit einem kombinierten Ansatz behandelt:

1. Exposition und Reaktionsverhinderung (ERP) – Goldstandard

  • Hierarchische Exposition gegenüber zwanghaften Auslösern bei freiwilligem Unterlassen von Zwangshandlungen
  • Unterbricht den Zwang → Angst → Zwangshandlung → Erleichterung-Zyklus
  • 60–80 % erreichen klinisch signifikante Besserung

2. Pharmakotherapie

  • SSRIs (Fluoxetin, Sertralin, Fluvoxamin, Paroxetin, Escitalopram) in höheren Dosen als bei Depression (z. B. Sertralin 200–400 mg)
  • Clomipramin (Trizyklikum) – wirksam, aber mehr Nebenwirkungen
  • Augmentation: atypische Antipsychotika (Risperidon, Aripiprazol) bei teilweiser Antwort
  • Antwort nach 8–12 Wochen; 1–2 Jahre fortsetzen, bevor ein Ausschleichen versucht wird

3. Begleitend

  • Mindfulness-basierte CBT, ACT – reduzieren Gedanken-Aktion-Fusion
  • Gruppentherapie – reduziert Scham, normalisiert Erfahrung
  • Lebensstil: Bewegung, Schlafhygiene, Koffein-/Alkohol-Mäßigung
  • Neuromodulation (rTMS, DBS) für schwere refraktäre Fälle

Die Behandlung sollte von einem OCD-Spezialisten individualisiert werden. Die IOCDF (iocdf.org) stellt einen Anbieterverzeichnis und Ressourcen bereit.

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