Home Alternative Medizin Bisse und Stiche Krebs AGB-Behandlungen Zahngesundheit Diät und Ernährung Familiengesundheit Gesundheitsindustrie
|  | Gesundheitswissenschaften >  | AGB-Behandlungen | Erkrankungen der Atemwege

Wie sich Atemwegsbakterien verbreiten: Tröpfchen, Oberflächen und Wirtsfaktoren

Die Übertragung von Atemwegsbakterien erfolgt über mehrere Routen, die jeweils spezifischen Interventionen zugänglich sind.

Übertragungswege

  1. Einatmen von Tröpfchen/Aerosolen: Husten/Niesen/Sprechen erzeugt Partikel >5 µm (Tröpfchen, Kurzstrecke) und <5 µm (Aerosole, Langstrecke). Beispiele: S. pneumoniae, H. influenzae, M. catarrhalis, B. pertussis, M. tuberculosis.
  2. Direkter Kontakt: Küssen, Besteck teilen, kontaminierte Hände → Nasen-/Mundschleimhaut. Beispiele: N. meningitidis, S. pyogenes.
  3. Indirekter Kontakt (Fomiten): Oberflächen (Türklinken, Spielzeug, Telefone), kontaminiert durch Atemsekret. Überleben: Stunden bis Tage je nach Organismus, Luftfeuchtigkeit, Oberfläche.
  4. Geografische Exposition: Endemische Gebiete für Legionella (Wassersysteme), Coxiella burnetii (Nutztiere), Burkholderia pseudomallei (Boden/Wasser in Tropen).
  5. Wirtsanfälligkeit: Altersgrenzen, Immundefizienz (HIV, Steroide, Chemo), chronische Lungenerkrankung, Diabetes, Rauchen, Mangelernährung.

Präventionshierarchie

  1. Impfung: Pneumokokken (PCV20/PPSV23), Hib, Meningokokken, Pertussis (Tdap), Tuberkulose (BCG in Endemiegebieten).
  2. Quellenkontrolle: Maskierung bei Krankheit, Hustenedikette (Taschentuch/Ellbogen).
  3. Händehygiene: Seife/Wasser oder alkoholbasiertes Händedesinfektionsmittel ≥60 % Alkohol.
  4. Umwelt: Belüftung (6–12 Luftwechsel/Stunde), UVGI, Oberflächendesinfektion (EPA List N).
  5. Antibiotikastewardship: Resistenzdruck reduzieren.

logo

www.alskrankheit.net © Gesundheitswissenschaften