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Pneumothorax (Lungenkollaps) Behandlung: Von Beobachtung bis Operation

Ein Pneumothorax = Luft im Pleuralraum → teilweiser oder kompletter Lungenkollaps. Die Behandlung eskaliert mit Größe, Symptomen und Rezidiv.

Behandlung nach Schweregrad

1. Beobachtung (Klein, asymptomatisch)

<15–20 % Hemithorax, stabil → ergänzendes O2 + serielles Bildgebung. Kann spontan abheilen.

2. Nadelaspiration

Klein, symptomatischer primärer spontaner Pneumothorax. Katheter aspiriert Luft. Erfolgsrate ~60–70 %.

3. Brustdrainage (Standard)

Groß, symptomatisch oder rezidivierend. Schlauch → Wassersiegel/Saugdrainage. Kontinuierliche Luftabfuhr + Lungenreexpansion.

4. Chirurgischer Eingriff

Indiziert bei persistierendem Luftleck (>5–7 Tage), Rezidiv, Hochrisikoberufen (Piloten, Taucher).

  • VATS (Video-assistierte Thorakoskopie): Minimalinvasiv; Blasenresektion, Pleurektomie, mechanische/chemische Pleurodese.
  • Offene Thorakotomie: Komplexe Fälle, fehlgeschlagenes VATS.
  • Pleurodese: Oblitert den Pleuralraum — Talkumschlurry (über Brustdrainage) oder mechanische Abrasion (VATS).

5. Thorakoskopie (medizinisch/VATS)

Diagnostisch + therapeutisch: direkte Visualisierung, Biopsie, Pleurabehandlung.

Nachsorge

  • Thoraxröntgen bestätigt Reexpansion.
  • Flugreisen/Tauchen 2–4 Wochen nach Abklingen vermeiden.
  • Raucherentwöhnung reduziert Rezidiv.

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