Übersicht
Beatmungsgeräte gewährleisten mechanische Beatmung für Patienten, die nicht ausreichend atmen können. Verwendet in Intensivstationen, Notaufnahmen und beim Transport. Zwei Haupttypen:
- Invasiv: Endotracheal- oder Tracheostomatubus liefert Atemzüge direkt in die Luftröhre.
- Nicht-invasiv (NIV): Maske (Gesichtsmaske, Nasemaske) oder Helm liefert positiven Druck ohne Intubation.
Kernkomponenten
- Stromquelle: Elektrisch (mit Batterie-Backup) oder pneumatisch.
- Steuereinheit (Beatmungsgerät-Controller): Mikroprozessor zur Regulierung von Atemfrequenz, Tidalvolumen, Druck, FiO2, PEEP, Strömungsmuster.
- Gasversorgungssystem: Mischer, Durchflussventile und Regler mischen Luft/Sauerstoff zur vorgeschriebenen FiO2.
- Befeuchter: Erwärmt und befeuchtet das inspirierte Gas, um Atemwegstrocknung und Schleimpropfen zu verhindern.
- Atemkreis: Schläuche, Ausatemventil, Wasserfallen und Patientenanschnitt (ETT, Maske). Kann Wärme-Feuchtigkeitsaustauscher (HME) enthalten.
- Überwachung und Alarme: Kontinuierliche Anzeige von Druck, Volumen, Strömung, FiO2, Atemfrequenz; hörbare/visuelle Warnungen bei Apnoe, Hoch-/Niederdruck, Trennung.
- Vernebleranschluss (optional): Für die Inhalationsmedikamentenabgabe.
Klinische Überlegungen
- Erfordert spezialisierte Ausbildung (Atemtherapeuten, Intensivmediziner).
- Modi: Volumenkontrolle, Druckkontrolle, Druckunterstützung, SIMV, APRV usw., ausgewählt je nach Patient Pathophysiologie.
- Regelmäßige Kalibrierung, Kreislaufwechsel und präventive Wartung sind obligatorisch.
- Entwöhnungsprotokolle leiten die Entwöhnung von der Beatmung.