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Lungenembolie: Symptome erkennen, Notfallmaßnahmen und Prävention

Lungenembolie (LE) ist ein lebensbedrohlicher medizinischer Notfall. Wenn Sie einen LE vermuten, wählen Sie sofort den Notruf oder aktivieren Sie den Notdienst.

Häufige Symptome

  • Plötzliche Atemnot (am häufigsten)
  • Scharfer, pleuritischer Brustschmerz (verschlimmert sich bei Inspiration)
  • Husten, manchmal mit Blut (Hämoptysie)
  • Schnelle Herzfrequenz, niedriger Blutdruck, Ohnmacht
  • Angst oder ein Gefühl des bevorstehenden Unheils

Notfallbehandlungsprotokoll

  1. Sauerstoff: Ziel SpO₂ ≥ 90 %.
  2. Sofortige Antikoagulation: Heparin (unfraktioniert oder niedermolekular) oder Fondaparinux; DOACs, wenn hämodynamisch stabil.
  3. Thrombolyse: Alteplase bei massiver LE mit Hypotonie, rechtsventrikulärer Belastung oder Herzstillstand.
  4. Chirurgische/Endovaskuläre Embolektomie: Bei massiver LE, wenn Thrombolyse kontraindiziert ist oder versagt hat.
  5. IVC-Filter: Wenn Antikoagulation absolut kontraindiziert ist.

Präventionsstrategien

  • Frühe Mobilisation nach Operation oder Krankheit.
  • Prophylaktische Antikoagulation für hospitalisierte Patienten.
  • Kompressionsstrümpfe oder intermittierende pneumatische Kompressionsgeräte.
  • Ausreichend trinken und längere Immobilität während Reisen vermeiden.
  • Gewichtsmanagement und Rauchstopp.
  • Auf Thrombophilie bei unbegründetem oder rezidivierendem LE screenen.

LE ist in vielen Hochrisikoszenarien vermeidbar. Bewusstsein und proaktive Maßnahmen retten Leben.

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