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Niedrige Sauerstoffsättigung (Hypoxämie): Symptome, Ursachen und Notfallmaßnahmen

Hypoxämie (niedriger Blut-Sauerstoff) und **Hypoxie** (niedriger Gewebesauerstoff) sind medizinische Notfälle bei schwerem Verlauf. SpO₂ <90 % (oder PaO₂ <60 mmHg) erfordert sofortige Evaluation.

Symptome (progredient)

SpO₂-BereichTypische Manifestationen
90–94 %Exertionsdyspnoe, Tachykardie, leichte Verwirrung, Kopfschmerz
85–89 %Dyspnoe in Ruhe, markante Tachykardie, Verwirrung, Zyanose (Lippen/Nagelbetten)
<85 %Schweres Luftnotgefühl, veränderter Bewusstseinszustand, Arrhythmien, Anfälle, Koma, Tod

Häufige Ursachen

  • Respiratorisch: COPD-Exazerbation, Asthma, Lungenentzündung, Lungenembolie, ARDS, Pneumothorax, Lungenödem.
  • Kardial: Akute Herzinsuffizienz, zyanotische kongenitale Herzkrankheit.
  • Neuromuskulär: Guillain-Barré, myasthenische Krise, Opioid-Sedierung.
  • Hämatologisch: Schwere Anämie, Methämoglobinämie, CO-Vergiftung.
  • Höhe: HAPE, HACE.

Sofortmaßnahmen

  1. Rettungsdienst rufen / in die Notaufnahme bei SpO₂ <90 % mit Symptomen, oder <85 % in jedem Kontext.
  2. Zusatzsauerstoff (Nasenkanüle 1–6 L/min, Ziel SpO₂ 92–96 %; 88–92 % bei COPD/Hyperkapnie-Risiko).
  3. Ursache behandeln: Bronchodilatativa, Diuretika, Antibiotika, Antikoagulation, Intubation/mechanische Beatmung bei Ateminsuffizienz.
  4. Monitoring: Kontinuierliche Pulsoxymetrie, Blutgasanalyse, falls indiziert.

Haus-Pulsoxymetrie-Einschränkungen

  • Kalte Finger, Nagellack, Bewegung, schlechte Perfusion → falsch niedrige Werte.
  • Mit klinischer Beurteilung (Atemarbeit, Bewusstsein, Farbe) verifizieren.
  • Behandlung nicht zur „Bestätigung“ verzögern.

SpO₂ 36 % = drohender Kreislaufstillstand. Dies ist kein „abwarten“-Wert. Sofort den Notdienst alarmieren.

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