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Gasaustausch in der Lunge: Warum Alveolen die perfekte Diffusionsschnittstelle sind

Wo Sauerstoff ins Blut eintritt und CO₂ austritt

Bei Säugetieren findet die externe Atmung ausschließlich in den Alveolen statt – mikroskopischen Luftsäckchen an den terminalen Bronchiolen.

Alveoläre Struktur optimiert für Diffusion

  • Anzahl: ~300–500 Millionen pro erwachsener Lunge.
  • Oberfläche: ~70–100 m² (Tennisplatzgröße).
  • Wanddicke: 0,5–1 µm (einzelne Schicht Typ-I-Pneumozyten).
  • Kapillarenetzwerk: Jedes Alveolus ist in dichtes Lungenkapillarenetz gehüllt; Luft-Blut-Barriere <2 µm.
  • Surfactant: Phospholipid von Typ-II-Pneumozyten senkt die Oberflächenspannung, verhindert den Zusammenbruch.

Der Diffusionsprozess

  1. Belüftung: Frische Luft erreicht die Alveolen bei der Inspiration.
  2. Teildruckgradienten: Alveoläres O₂ (~100 mmHg) > Kapillares O₂ (~40 mmHg) → O₂ diffundiert ein. Kapillares CO₂ (~45 mmHg) > alveoläres CO₂ (~40 mmHg) → CO₂ diffundiert aus.
  3. Perfusion: Sauerstoffreiches Blut reist über Lungenvenen zum linken Herzen; CO₂ wird ausgeatmet.

Wichtige Punkte

  • Passiver Prozess – keine Energie erforderlich.
  • Belüftungs-Durchblutungs-Matching (V/Q-Matching) gewährleistet Effizienz.
  • Erkrankungen (Emphysem, Fibrose, Ödem) verdicken die Barriere oder reduzieren die Oberfläche und beeinträchtigen den Austausch.

Die Alveolar-Kapillaren-Schnittstelle ist eine der elegantesten Lösungen der Biologie für schnellen, hochkapazitiven Gasaustausch.

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