Neurologische Erkrankungen betreffen Gehirn, Rückenmark und periphere Nerven. Wichtige Beispiele:
- Alzheimer-Krankheit: Progrediente neurodegenerative Demenz; Amyloidplaken, neurofibrilläre Bündel; Gedächtnisverlust → globaler kognitiver Verfall.
- Parkinson-Krankheit: Verlust dopaminerger Neuronen in der Substantia nigra; Zittern, Rigor, Bradykinesie, posturale Instabilität; nicht-motorische Symptome (autonom, kognitiv).
- Multiple Sklerose (MS): Autoimmun-Demyelinisierung (ZNS); schubförmig oder progredient; Müdigkeit, Schwäche, Sehverlust, sensorische Symptome.
- Schlaganfall: Ischämisch (87 %) oder hämorrhagisch; plötzlicher fokaler neurologischer Defizit. Zeitkritische Reperfusion.
- Epilepsie: Wiederkehrende unbegründete Anfälle; fokal oder generalisiert; viele Ätiologien.
- Huntington-Krankheit: Autosomal-dominanter CAG-Wiederholung (HTT); Chorea, psychiatrisch, kognitiver Verfall.
- ALS (Lou-Gehrig-Krankheit): Degeneration oberer + unterer Motoneuronen; progrediente Schwäche, Atemversagen; 2–5 Jahre Überleben.
- Meningitis/Enzephalitis: Infektion/Entzündung der Hirnhäute/Gehirns; Fieber, Kopfschmerz, veränderter Bewusstseinszustand, Nackensteifigkeit.
- Periphere Neuropathie: Längenabhängige sensorische/motorische/autonome Störung; Diabetes Hauptursache; auch autoimmun, toxisch, genetisch.
Gemeinsame Themen
- Frühe Diagnose verbessert Ergebnisse (Schlaganfall, MS, behandelbare Neuropathien).
- Multidisziplinäre Versorgung (Neurologie, Physio-/Ergotherapie, Neuropsychologie, Palliativmedizin).
- Forschung schreitet fort: krankheitsmodifizierende Therapien (Alzheimer-Anti-Amyloid, MS-DMTs, Gentherapie bei SMA/ALS).