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Keppra bei therapieresistenter Epilepsie: Wirksamkeit und Behandlungsoptionen

Levetiracetam (Keppra) ist ein breitwirksames Antiepileptikum (ASM), das bei fokalen Anfällen sowie myoklonischer/juveniler myoklonischer Epilepsie wirksam ist. Seine Rolle bei intrakter (medikamentenresistenter) Epilepsie – definiert als Versagen von ≥2 entsprechend gewählten/verträglichen ASMs – ist adjuvans.

Evidenz

  • Add-on-Levetiracetam erreicht ≥50 % Anfallsreduktion bei ~30–40 % der refraktären Patienten.
  • Günstige Pharmakokinetik: keine hepatische Metabolisierung, minimale Interaktionen, lineare Kinetik.
  • Nebenwirkungen: Verhaltensauffälligkeiten (Reizbarkeit, Aggression), Müdigkeit, Schwindel; oft dosisabhängig.

Weitere Optionen für medikamentenresistente Epilepsie

  • Zusätzliche ASMs: Lacosamid, Perampanel, Brivaracetam, Cenobamat, Stiripentol (Dravet).
  • Epilepsiechirurgie: Resektion, Laserablation, Neuromodulation (VNS, RNS, DBS) für fokale Epilepsie mit identifizierbarem Fokus.
  • Diätetisch: Ketogene Diät, modifizierte Atkins-Diät – besonders pädiatrisch.
  • Klinische Studien: Neue Zielstrukturen (z. B. Kv7, AMPA, mTOR).

Ansatz

Multidisziplinäre Epilepsiezentrum-Evaluation → maßgeschneidertes Regime → Chirurgie-Workup bei medizinischem Versagen. Keppra ist ein wertvolles Werkzeug, aber keine universelle Lösung für intrakte Epilepsie.

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