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Olfaktorische Halluzinationen (Phantosmie): Ursachen, Abklärung und wann Sie Hilfe suchen sollten

Phantosmie (olfaktorische Halluzination) ist die Wahrnehmung von Gerüchen, die nicht vorhanden sind. „Olfactoreal malaise“ ist kein anerkannter medizinischer Begriff.

Häufige Ursachen

  • Neurologisch: Temporallappenepilepsie, Parkinson, Alzheimer, MS, Schlaganfall, Hirntumore.
  • Sinonasal: Chronische Sinusitis, Nasenpolypen, postvirale Geruchsverlust (Parosmie/Phantosmie).
  • Trauma: Kopfverletzung mit Schädigung der Riechbahnen.
  • Medikamente: Bestimmte Antibiotika, Antihypertensiva, Antidepressiva.
  • Psychiatrisch: Schizophrenie, Depression (seltener).
  • Toxische Exposition: Lösungsmittel, Schwermetalle.

Merkmale

  • Oft unangenehm: brennend, faul, fekal, chemisch, Rauch.
  • Einseitig oder beidseitig; konstant oder intermittierend.
  • Kann Epilepsien (Aura) oder Migräne vorausgehen.

Abklärung

  1. Ausführliche Anamnese: Beginn, Auslöser, Qualität, Laterralität, begleitende Symptome.
  2. Nasendoskopie + Geruchstest (UPSIT, Sniffin' Sticks).
  3. Neuroimaging (MRT Gehirn + Riechkolben) bei neurologischen Zeichen oder Persistenz.
  4. EEG bei Epilepsieverdacht.

Management

  • Ursache behandeln (Sinusitis, Medikamentenanpassung, Anfallsprophylaxe).
  • Kochsalzspülungen, topische Anästhetika (Lidocain), Gabapentin bei refraktären Fällen.
  • Riechtraining (ätherische Öle) bei postviraler Dysfunktion.

Neurologen oder HNO-Arzt aufsuchen, wenn Phantosmie länger als 2 Wochen anhält, zunimmt oder andere neurologische Symptome begleitet.

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