Home Alternative Medizin Bisse und Stiche Krebs AGB-Behandlungen Zahngesundheit Diät und Ernährung Familiengesundheit Gesundheitsindustrie
|  | Gesundheitswissenschaften >  | AGB-Behandlungen | Neurologische Erkrankungen

Absence-Anfälle (Petit Mal): Merkmale, Diagnose und Prognose

Absence-Anfälle (früher „petit mal“) sind kurze generalisierte nicht-konvulsive Anfälle mit Kindesbeginn.

Kernmerkmale

  • Dauer: 4–20 Sekunden (typischerweise 10 s)
  • Erscheinungsbild: Plötzlicher Starrblick, Unansprechbarkeit, Lidflattern (3 Hz), subtile Automatismen (Lippen schmacksen, Fummeln)
  • Keine postiktale Verwirrtheit: Sofortige Wiederaufnahme der Aktivität
  • Frequenz: Dutzende bis Hunderte pro Tag; oft provoziert durch Hyperventilation
  • Altersbeginn: 4–12 Jahre (Gipfel 6–7); selten bei Erwachsenen

EEG-Merkmal

3 Hz generalisierte Spike-und-Wave-Entladungen (frontaler Schwerpunkt). Hyperventilation induziert in >90 %.

Differentialdiagnose

  • Tagträumen/ADHS-Unaufmerksamkeit (unterbrechbar, kein EEG-Korrelat)
  • Fokale Anfälle mit beeinträchtigtem Bewusstsein (länger, postiktal, fokaler EEG)
  • Juvenile Absence-Epilepsie (späterer Beginn, kann GTCS haben)

Behandlung & Prognose

  • Erstwahl: Ethosuximid (am spezifischsten), Valproat (bei GTCS-Risiko), Lamotrigin.
  • ~65–70 % remittieren bis zur Adoleszenz.
  • Persistenz → Juvenile myoklonische Epilepsie oder andere Syndrome.
  • Carbamazepin, Gabapentin, Pregabalin vermeiden – können Absences verschlimmern.

Auswirkungen

Unentdeckt → „Abwesendsein“ fälschlich als ADHS/Lernbehinderung etikettiert. Akademische Lücken häufen sich. Screening bei Starranfällen mit Hyperventilation + EEG ist ergiebig.

logo

www.alskrankheit.net © Gesundheitswissenschaften