Typischer Verlauf
Die meisten URIs (gemeiner Schnupfen, virale Pharyngitis, Laryngitis) sind selbstlimitierend, klingen in 7–10 Tagen mit unterstützender Pflege ab.
Mögliche Komplikationen
- Akute bakterielle Sinusitis: Überinfektion nach viraler URI (>10 Tage, verschlechterte Symptome).
- Mittelohrentzündung: Besonders bei Kindern (Eustachi-Röhren-Dysfunktion).
- Ausbreitung auf untere Atemwege: Bronchitis, Bronchiolitis, Pneumonie (virale oder bakterielle Überinfektion).
- Exazerbationen: Asthma, COPD, Mukoviszidose.
- Postvirale Syndrome: Anhaltender Husten, Müdigkeit, Dysautonomie.
Risikogruppen für schwere Verläufe
- Extreme Altersgruppen: Säuglinge <6 Monate, Erwachsene >65.
- Immunkompromittiert: HIV, Transplantationspatienten, Chemotherapie, chronische Steroide.
- Chronische Herz-Lungenerkrankung: COPD, CHF, Lungenfibrose.
- Neuromuskuläre Störungen: Beeinträchtigtes Sekretabhusten.
- Bewohner von Gemeinschaftseinrichtungen: Pflegeheime, Kasernen.
Warnzeichen für ärztliche Abklärung
- Fieber >3 Tage oder >102 °F (39 °C).
- Dyspnoe, Brustschmerzen, Hämoptysie.
- Verändertes Bewusstsein.
- Dehydratation (Oligurie, trockene Schleimhäute).
- Symptome bessern sich dann verschlechtern („Double sickening“).
Prävention
- Händehygiene, Maskentragen in Risikoumgebungen.
- Jährliche Influenza-Impfung; COVID-19-Auffrischungen; RSV-Impfung (ältere Erwachsene, Säuglinge über mütterliche Antikörper/Nirsevimab).
- Rauchvermeidung.