Ein Röntgenbild der Brust (CXR) ist der initiale Bildgebungsverfahren bei Verdacht auf Lungenentzündung, hat aber Grenzen – besonders frühzeitig oder bei bestimmten Typen.
| Modalität | Indikation | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|---|
| Thorax-CT (ohne Kontrastmittel) | Hoher klinischer Verdacht + negatives CXR; immungeschwächt; Komplikationen (Abszess, Empyem) | Hohe Sensitivität; erkennt kleine Knoten, Glasbodenmuster, Baum-in-Knospe | Strahlung; Kosten; nicht mobil |
| Lungenultraschall (POCUS) | Bettseitige Evaluation; Pädiatrie; Schwangerschaft; Pleuraerguss | Keine Strahlung; Echtzeit; erkennt Konsolidierung, B-Linien, Ergüsse | Operator-abhängig; durch Luft begrenzt (kann tiefe zentrale Läsionen nicht sehen) |
| Kontroll-CXR | Klinische Besserung, aber anfängliches CXR negativ | Geringe Kosten; bestätigt Auflösung oder verzögertes Auftreten | Verzögert Diagnose um 24–48 h |
In vielen ambulanten Settings wird Lungenentzündung klinisch diagnostiziert (Fieber, Husten, fokale Rasselgeräusche, Tachykardie, Hypoxie) und empirisch behandelt. Das CXR ist vorbehalten für:
Ein negatives CXR schließt eine Lungenentzündung nicht aus. Klinisches Urteilsvermögen, wiederholte Bildgebung oder fortgeschrittene Modalitäten (CT, Ultraschall) sind indiziert, wenn der Verdacht hoch bleibt.
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