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Atemwegsmanagement: Von Beatmungsbeutel bis chirurgischer Kriothyrotomie

Atemwegsmanagement ist der Eckpfeiler der Reanimation. Die Technikauswahl hängt vom Patientenstatus, der Fertigkeit des Anbieters, der Ausrüstung und der erwarteten Schwierigkeit ab.

Kerntechniken

  1. Orotracheale Intubation: Endotrachealtubus (ETT) über den Mund. Goldstandard für bewusstlose Patienten, schwere Ateminsuffizienz, Notwendigkeit langfristiger Beatmung/Schutz. Direkte oder videolaryngoskopische Intubation.
  2. Nasotracheale Intubation: ETT über die Nase. Bevorzugt bei Gesichtsverletzungen, Trismus oder Notwendigkeit wacher Intubation. Kontraindiziert bei Basisschädelbruch (relativ).
  3. Beatmungsbeutel-Masken-Ventilation (BMV): Temporäre Beatmung; erfordert gute Abdichtung (Zwei-Hand-Technik), Atemwegshilfen (OPA/NPA) und richtige Technik. Brücke zu definitivem Atemweg.
  4. Supraglottische Atemwegshilfen (SADs): LMA, i-gel, Combitube. Sitz über der Glottis. Schneller, einfacher, weniger hämodynamische Stimulation als Intubation. Kein definitiver Atemweg (Aspirationsrisiko, begrenzter Abdichtungsdruck).
  5. Kriothyrotomie: Letzte Option („Can't Intubate, Can't Oxygenate“ — CICO).
    • Chirurgisch (Skalpell-Bougie-Tube): Bevorzugt; definitiv.
    • Nadel (Kanüle): Temporär; erfordert Jet-Ventilation; hohes Barotrauma-Risiko.

Algorithmen und Bestätigung

  • Folgen Sie schwierigen Atemwegsalgorithmen: ASA (American Society of Anesthesiologists) oder DAS (Difficult Airway Society).
  • Kontinuierliche Wellenform-Kapnographie ist obligatorisch, um ETT/SAD-Platzierung zu bestätigen und zu überwachen.
  • Training, Vorbereitung und Präoxygenation sind von größter Bedeutung.

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