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Lungenkollaps und intrapleuraler Druck: Die Physik des Atmens

Warum negativer intrapleuraler Druck die Lungen aufgebläht hält

Die Lungen sind hoch elastisch; sie ziehen sich natürlicherweise nach innen zusammen. Die Aufblähung wird durch negativen intrapleuralen Druck (ca. -5 cm H₂O in Ruhe) aufrechterhalten, der die viszerale Pleura nach außen zieht und dem elastischen Rückzug entgegenwirkt.

Mechanismus

  • Intraalveolärer Druck (in den Alveolen) schwankt mit der Atmung, aber bei Endexpiration gleicht er dem Umgebungsdruck.
  • Intrapleuraler Druck (zwischen den Pleuralschichten) ist immer subatmosphärisch.
  • Der Druckgradient (transpulmonaler Druck) weitet die Lungen.

Wann Kollaps eintritt

Wenn der intrapleurale Druck dem Umgebungsdruck gleicht oder ihn übersteigt (z. B. Pneumothorax durch Brusttrauma oder Blasenriss), verschwindet der transpulmonale Druckgradient → elastischer Rückzug kollabiert die Lunge.

Klinische Relevanz

  • Pneumothorax = Luft im Pleuralraum → Verlust des negativen Drucks → Lungenkollaps.
  • Behandlung: Brustdrainage, um negativen Druck wiederherzustellen.

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