Vitiligo (autoimmuner Melanozytenverlust) hat mehrere nicht-steroidale Therapien:
Erstlinientherapie medizinisch
- Topische Calcineurin-Inhibitoren: Tacrolimus 0,1 %, Pimecrolimus 1 % – Gesicht/Falten, langfristig sicher.
- Topische JAK-Inhibitoren: Ruxolitinib 1,5 % Creme (FDA-zugelassen ≥12 Jahre) – Gesicht/Körper, Repigmentierung bei ~30 % nach 24 Wochen.
- Vitamin-D-Analoga: Calcipotriene – Adjuvans.
Phototherapie
- Schmalband-UVB (311 nm): Goldstandard. 2–3×/Woche; Heimgeräte verfügbar. Am besten bei weit verbreiteter Erkrankung.
- Excimer-Laser (308 nm): Gezielt, hochdosiert – lokalisierte Flecken.
- PUVA (UVA + Psoralen): Weniger verbreitet (Photokarzinogenitätsrisiko).
Chirurgisch (stabile Erkrankung ≥1 Jahr)
- Saugglas-Transplantation, Stanz-Transplantation, Melanozyten-Keratinozytentransplantation (MKTP), kultivierte Melanozyten.
Depigmentierung (ausgedehnt >50 % Körperoberfläche)
- Monobenzon 20 % – dauerhaft, irreversibel. Kosmetische Tarnung Alternative.
Unterstützende Pflege
- Sonnenschutz (breitspektrum LSF 50+).
- Kosmetische Tarnung (Dermablend, Microskin).
- Stressmanagement, ausgewogene Ernährung, Vitamin-D-Supplementierung bei Mangel.
- Psychologische Unterstützung – Vitiligo beeinträchtigt die Lebensqualität erheblich.
Kombinationstherapie (z. B. topischer JAKi + Schmalband-UVB) oft überlegen. Früh behandeln; aktive Entzündung spricht besser an.