Spina bifida auf S1-Ebene betrifft das erste Kreuzbeinwirbel, das sich an der Basis der Wirbelsäule befindet. Da das Rückenmark bei Erwachsenen typischerweise um L1–L2 endet (bei Säuglingen tiefer), betrifft ein S1-Defekt die Cauda-equina-Nervenwurzeln und nicht das Mark selbst. Dies hat im Allgemeinen eine bessere Prognose als höhere Läsionen – aber die Schwere variiert stark.
Im Gegensatz zu thorakalen oder lumbalen Läsionen bewahrt Spina bifida auf S1-Ebene oft die Gehfähigkeit. Viele Personen gehen selbstständig oder mit Hilfsmitteln (Orthesen, Krücken). Das Lähmungsrisiko korreliert mit:
| Funktion | S1-Auswirkung |
|---|---|
| Gehfähigkeit | Oft erhalten; ggf. Orthesen für Fußheberschwäche (schwache Dorsalextension) |
| Blase | Neurogene Blase häufig → saubere intermittierende Katheterisierung oft nötig |
| Darm | Neurogener Darm → geplante Entleerungen, Abführmittel / Einläufe |
| Sensation | Sattelanästhesie (Perineum, hintere Oberschenkel) → Risiko von Hautschäden |
| Sexuelle Funktion | Variabel; erektile / ejakulatorische Dysfunktion bei Männern möglich |
Fazit: Spina bifida auf S1-Ebene hat eine breite Spannbreite an Verläufen. Frühe Expertenversorgung maximiert Selbstständigkeit und Lebensqualität.

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