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Traumatische Hirnverletzung: Ursachen, Mechanismen und Klassifikation

Traumatische Hirnverletzung (TBI) resultiert von externer mechanischer Kraft, die zu Hirnfunktionsstörung führt. Die Schwere reicht von leicht (Hirnerschütterung) bis schwer, klassifiziert nach Glasgow Coma Scale (GCS).

Verletzungsmechanismen

  1. Stumpfe Einwirkung (Kontakt): Coup-contrecoup, Schädelbruch, intrakranielle Blutung (epidural, subdural, subarachnoidal, intrazerebral). Am häufigsten (Stürze, Autounfälle, Übergriffe).
  2. Penetrierend: Projektil (Kugel), Splitter, Gegenstand. Direkte Gewebezerstörung + Kavitation. Höhere Mortalität.
  3. Explosion/Detonation: Primär (Schockwelle), sekundär (Splitter), tertiär (Körperverlagerung), quartär (Verbrennungen, Toxine). Militär + Industrie.
  4. Beschleunigung-Verzögerung (inertiell): Diffuse axonale Verletzung (DAI) durch Scherspannung weißer Substanzstränge. Autounfälle, Schütteltrauma.
  5. Sportbedingt: Hirnerschütterung, subkonzussive Treffer → CTE-Risiko. Helm reduziert Schädelbruch, nicht DAI.
  6. Kindesmisshandlung: Abusives Kopf-Trauma (Shaken-Impact-Syndrom). Netzhautblutungen, Rippenbrüche.

Sekundärverletzung

Excitotoxizität, oxidativer Stress, Entzündung, Ödem, Ischämie, Mitochondrienversagen → entwickelt sich über Stunden-Tage. Ziel für Neuroprotektion.

Klassifikation

  • GCS 13–15: Leicht (Hirnerschütterung).
  • GCS 9–12: Mäßig.
  • GCS 3–8: Schwer.
  • Strukturell: Fokal (Hämatom, Kontusion) vs. Diffus (DAI, Ödem).

Frühzeitige Resuscitation (ABCs, CPP >60), ICP-Monitoring, chirurgische Dekompression, Rehabilitation.

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