Multipler Sklerose ist eine chronisch-entzündliche demyelinisierende Erkrankung des ZNS. Die Symptome variieren je nach Läsionsort und Krankheitsverlauf (RRMS, SPMS, PPMS).
Häufige Symptome
- Fatigue (80 %): Überwältigend, nicht durch Ruhe gelindert; verschlechtert sich bei Hitze.
- Sensorisch: Taubheit, Kribbeln, Parästhesien, Lhermitte-Zeichen (Nackenbeugung → elektrischer Schlag die Wirbelsäule hinab).
- Motorisch: Schwäche, Spastik, Hyperreflexie, Klonus, Babinski-Zeichen.
- Sehstörungen: Optikusneuritis (schmerzhafter Sehverlust, Farbdesaturation), Diplopie (INO), Nystagmus.
- Hirnstamm/Kleinhirn: Dysarthrie, Ataxie, Tremor, Vertigo, Übelkeit.
- Blase/Darm: Drang, Frequenz, Zögern, Retention, Verstopfung, Inkontinenz.
- Kognitiv (40–65 %): Verarbeitungsgeschwindigkeit, Gedächtnis, Exekutivfunktion, Aufmerksamkeit.
- Stimmung: Depression (50 % lebenslang), Angst, pseudobulbärer Affekt.
- Schmerz: Neuropathisch (Trigeminusneuralgie, Dysästhesien), muskuloskelettal.
- Uhthoff-Phänomen: Symptomverschlechterung bei Hitze.
Diagnose
McDonald-Kriterien: Dissemination im Raum (MRT-Läsionen) + Zeit (neue Läsionen/CSF-Oligoklonale Banden).
Kernbotschaft
MS-Symptome sind vielfältig und schwankend. Frühe Diagnose und krankheitsmodifizierende Therapie (DMT) reduzieren die Rezidivrate und die Behinderungsakkumulation.