Dystonie ist eine neurologische Bewegungsstörung, die durch anhaltende oder intermittierende unwillkürliche Muskelkontraktionen gekennzeichnet ist, die zu verdrehen, wiederholten Bewegungen oder abnormen Haltungen führen.
Medizinische Klassifikation
Oft als „Muskeltonusstörung" bezeichnet aufgrund der abnormalen Ko-Kontraktion von Agonist/Antagonist-Muskeln.
Häufige Erscheinungsformen
- Fokal: Ein Körperteil (zervikale Dystonie/Tortikollis, Blepharospasmus, Schreibkrampf).
- Segmental: Angrenzende Regionen.
- Generalisiert: Mehrere Bereiche, oft kindheitsbedingter Beginn.
- Aufgabenspezifisch: Nur während bestimmter Aktivitäten (Musiker-Dystonie).
Ursachen
- Idiopathisch (primär).
- Genetisch (DYT1, DYT6 usw.).
- Erworben: Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma, Medikamente (Antipsychotika → tardive Dystonie), Hypoxie, Wilson-Krankheit.
Behandlung
- Botulinumtoxin-Injektionen (fokal).
- Orale Medikamente (Anticholinergika, Baclofen, Benzodiazepine).
- Tiefe Hirnstimulation (refraktär generalisiert).
- Physio-/Ergotherapie, sensorische Tricks.