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Diagnose von Dyspraxie: Schritte der multidisziplinären Beurteilung

Die Diagnose der Entwicklungsstörung der motorischen Koordination (DCD/Dyspraxie) erfordert einen umfassenden, teamorientierten Ansatz:

  1. Erste Überweisung: Elterliche/lehrerliche Bedenken → Kinderarzt/Hausarzt.
  2. Entwicklungsanamnese: Motorische Meilensteine, Sprache, Aktivitäten des täglichen Lebens, schulischer/sozialer Einfluss.
  3. Körperliche/neurologische Untersuchung: Ausschluss von Zerebralparese, Muskeldystrophie, anderen neurologischen Erkrankungen.
  4. Standardisierte motorische Beurteilung: MABC-2, BOT-2, DCDQ oder ähnlich.
  5. Ergotherapeutische Evaluation: Fein-/Grobmotorik, sensorische Verarbeitung, Selbstversorgung, Schulaufgaben.
  6. Psychologische/pädagogische Beurteilung: Kognitives Profil, Lernbehinderungen, Aufmerksamkeit, emotionale Gesundheit.
  7. Differentialdiagnose: Ausschluss von Autismus-Spektrum-Störung, ADHS, geistiger Behinderung, Sehbeeinträchtigung.
  8. Teamkonsens: Multidisziplinäres Treffen zur Bestätigung der DCD-Diagnose (DSM-5/ICD-11-Kriterien).
  9. Familieneinbeziehung: Ziele, Prioritäten, kultureller Kontext.
  10. Individueller Interventionsplan: Ergotherapie, Physiotherapie, Schulanpassungen, Eltern-Coaching.

Frühe Erkennung (ab 5 Jahren) ermöglicht rechtzeitige Unterstützung. Der Prozess variiert je nach Gesundheitssystem und Verfügbarkeit von Spezialisten.

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