Epilepsie = wiederkehrende unprovozierte Anfälle (abnorme hypersynchrone neuronale Entladung). Massage ist eine komplementäre Therapie – kein Ersatz für Antiepileptika.
Potenzielle Vorteile
- Stressreduktion (Anfallsauslöser für viele).
- Verbesserte Schlafqualität.
- Parasympathikusaktivierung (Vagustonus ↑).
- Reduzierte Muskelspannung (post-iktaler Muskelkater).
- Körperbewusstsein, Erdung.
Sicherheitsrichtlinien
- Ärztliche Freigabe: Neurologe-Zustimmung; Anfallstyp, Auslöser, Medikamentennebenwirkungen kennen.
- Auslöser vermeiden: Kein tiefer Druck über den Karotissinus (Hals), keine hyperventilationsinduzierenden Techniken, keine starken sensorischen Reize (flackernde Lichter, intensive Aromen) bei Photosensitivität.
- Positionierung: Seitenlage oder gestützte Rückenlage; Bauchlage vermeiden, wenn Atemwegskompromissrisiko besteht.
- Therapeutenschulung: Aura/Prodrom erkennen, Erste Hilfe bei Anfällen (TIME: Drehen, Nichts einführen, Überwachen, EMS bei >5 Min).
- Kommunikation: Klient signalisiert Unbehagen sofort.
- Sitzungsdauer: Kurz beginnen (30 Min), Reaktion überwachen.
Kontraindikationen
- Unkontrollierte Anfälle, kürzlicher Status epilepticus.
- VNS-Geräte-Standort (direkten Druck vermeiden).
- Post-chirurgisch (Kraniotomie, Bohrlöcher) bis zur Freigabe.
Mit dem Neurologen integrieren; im Behandlungsplan dokumentieren.