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Partielle vs. komplette Atemwegsobstruktion: Erkennung und Notfallmaßnahmen

Partielle Atemwegsobstruktion

Einige Luftzirkulation besteht weiterhin. Der Patient ist bei Bewusstsein und kann husten, sprechen oder mit Mühe atmen.

Häufige Ursachen

  • Nahrungsbolus, kleines Spielzeug, Zahnprothese.
  • Laryngeale/tracheale Tumore.
  • Angioödem (allergisch, erblich, ACE-Hemmer-induziert).
  • Krupp, Epiglottitis, bakterielle Tracheitis.
  • Subglottische Stenose, Stimmbandlähmung.

Anzeichen und Symptome

  • Stridor (inspiratorisch, hochfrequent) – Merkmal extrathorakaler Obstruktion.
  • Pfeifen (exspiratorisch) – deutet auf intrathorakale Obstruktion hin.
  • Heiserkeit, schwacher Husten, Dyspnoe, Einziehungen.
  • Angst, Tripoden-Positionierung.

Management

  • Husten ermutigen; nicht eingreifen, wenn der Gasaustausch ausreichend ist.
  • Bei Verschlimmerung: Vorbereitung auf fortgeschrittene Atemwege; Racemic-Adrenalin (Krupp), Steroide, Antihistaminika (Angioödem) in Betracht ziehen.
  • Dringende HNO-/Anästhesie-Evaluierung für definitive Atemwege.

Komplette Atemwegsobstruktion

Kein Luftstrom. Lebensbedrohlicher Notfall. Der Patient kann nicht sprechen, husten oder atmen.

Ursachen

  • Fremdkörper vollständig im Kehlkopf/Luftröhre verkeilt (Erstickung).
  • Schwerer anaphylaktischer Schock mit Kehlkopfödem.
  • Massives Angioödem.
  • Tracheal-Kompression (Hämatom, Tumor, Struma).
  • Laryngospasmus.

Anzeichen (Universelles Erstickungszeichen)

  • Hals umklammern, Unfähigkeit zu vocalisieren, stummer Husten.
  • Zyanose, Schweißausbrüche, Agitation → Bewusstlosigkeit.

Sofortige Maßnahmen (Erwachsene/Kind >1 Jahr)

  1. 911 anrufen / Code aktivieren.
  2. Heimlich-Manöver (Bauchstöße) durchführen, bis Fremdkörper entfernt oder Patient bewusstlos wird.
  3. Bei Bewusstlosigkeit: CPR beginnen (Brustkompressionen); Mund auf sichtbares Objekt prüfen, bevor Beatmung erfolgt.

Säugling (<1 Jahr)

  1. 5 Rückenstöße (Kopf nach unten) → 5 Bruststöße; wiederholen.

Komplette Obstruktion erfordert sofortige Laienintervention; Gehirnschäden beginnen nach 4–6 Minuten.

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