Befolgen Sie die Richtlinien der American Heart Association/des Roten Kreuzes von 2020 für Erwachsene und Kinder über 1 Jahr. (Säuglinge unter 1 Jahr erfordern Rückenklopfen und Brustkompressionen stattdessen.)
Schritt-für-Schritt-Algorithmus
1. Reaktionsfähigkeit einschätzen
- Schulter antippen und rufen: „Erstickst du?“
- Bei Nichtansprechbarkeit → 112 wählen, mit CPR beginnen, beginnend mit Brustkompressionen.
- Bei Ansprechbarkeit, aber nicht husten, sprechen oder atmen kann → Fortfahren mit Intervention.
2. Husten fördern (wenn kräftiger Husten vorhanden)
- Nicht eingreifen – ein starker Husten ist der effektivste Räumungsmechanismus.
3. 5 Rückenklopfen verabreichen
- Hinter die Person stellen, einen Arm über die Brust legen und sie an der Taille nach vorne beugen.
- Mit der Handkante 5 feste Schläge zwischen die Schulterblätter verabreichen.
4. 5 Bauchkompressionen durchführen (Heimlich-Manöver)
- Hinter die Person stellen, die Faust daumenseitig gegen den Bauch legen (über dem Nabel, unterhalb des Xiphoidalfortsatzes).
- Die Faust mit der anderen Hand greifen und schnelle, aufwärts gerichtete Kompressionen verabreichen.
- 5-mal wiederholen.
5. Wechseln bis zur Auflösung
Setzen Sie Zyklen von 5 Rückenklopfen und 5 Bauchkompressionen fort, bis das Objekt ausgeschieden ist oder die Person nicht mehr ansprechbar ist.
6. Wenn die Person nicht mehr ansprechbar wird
- Sie zu Boden senken, 112 wählen (falls nicht bereits geschehen).
- CPR beginnen: 30 Brustkompressionen → im Mund nachsehen → Objekt entfernen, wenn sichtbar → 2 Rettungshauche → wiederholen.
- Führen Sie keine blinden Fingerscheiben durch.
7. Wenn das Objekt sichtbar und erreichbar ist (jederzeit)
- Sorgfältig mit einem Fingerscheiben entfernen.
- Das Objekt nicht tiefer hineindrücken.
Besondere Bevölkerungsgruppen
- Schwangere oder adipöse Personen: Brustkompressionen anstelle von Bauchkompressionen verwenden.
- Rollstuhlfahrer: Räder blockieren, dahinter knien, gleiche Technik anwenden.
- Selbstanwendung: Faust über dem Nabel bilden und gegen eine Stuhllehne oder ein Geländer drücken.
Nachsorge
- Selbst nach Ausstoß des Objekts ärztliche Untersuchung einholen (Risiko von Atemwegsödem, Rippenbruch).
- Röntgen der Brust nach Bauchkompressionen empfohlen, um viszerale Verletzungen auszuschließen.