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Lungenerscheinung bei Lungenentzündung: Konsolidierung, Infiltrate und Komplikationen

Bei Lungenentzündung wird Lungengewebe entzündet und mit Exsudat (Neutrophile, Fibrin, Bakterien, Protein) gefüllt. Brutto- und Bildgebungsbefunde zeigen den Krankheitsverlauf.

Brutto-Pathologie

  • Stauung (früh): Schwer, rot, nass – Kapillarenstauung.
  • Rote Hepatisierung: Alveolen gefüllt mit RBCs, Neutrophilen, Fibrin – leberähnliche Konsistenz.
  • Graue Hepatisierung: Fibrin und Leukozyten dominieren; RBCs lysiert.
  • Resolution: Enzymatische Verflüssigung → Husten und Auswurf des Exsudats; Belüftung wiederhergestellt.

Bildgebung (Röntgen/CT)

  • Lobäre Konsolidierung: Homogene Opazität mit Luftbronchogrammen (klassisch pneumokokkal).
  • Bronchopneumonie: Fleckig, beidseitig, peribronchiale Opazitäten.
  • Interstitiell: Reticulonoduläres Muster (viral, Mycoplasma).
  • Komplikationen: Pleuraerguss, Empyem, Lungensabszess (Kavitation mit Luft-Flüssigkeit-Pegel), nekrotisierende Lungenentzündung.

Klinische Korrelation

  • Konsolidierung → bronchialer Atem, Egophonie, Dämpfung bei Perkussion.
  • Schwere korreliert mit Ausmaß des Befalls (CURB-65, PSI-Scores).
  • Nachsorge-Bildgebung: Resolution erwartet in 4–6 Wochen (länger bei älteren, Rauchern, immungeschwächten).

Bildgebung leitet die Diagnose, aber der klinische Kontext (Symptome, Labore, Mikrobiologie) bestimmt das Management.

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