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Sekret: Was es ist und warum Ärzte es untersuchen

Sekret (Sputum) ist Schleim, der aus den unteren Atemwegen (Bronchien und Lungen) gehustet wird, nicht Speichel aus dem Mund. Es ist ein wichtiges diagnostisches Untersuchungsmaterial für Atemwegserkrankungen.

Klinische Anwendungen

  • Mikrobiologie: Gram-Färbung, Kultur, PCR für Bakterien (TBC, Lungenentzündung), Pilze, Viren.
  • Zytologie: Nachweis maligner Zellen (Lungenkrebs).
  • Zellzählungen: Eosinophile (Asthma, eosinophile Bronchitis), Neutrophile (bakterielle Infektion).
  • Biomarker: Entzündungsmediatoren, genetische Analysen.

Qualität ist entscheidend

Eine gute Probe ist tiefes Husten-Sekret, kein Speichel. Kriterien: <25 plattepitheliale Zellen und >25 Leukozyten pro Niederleistungsfeld (Bartlett-Score). Frühe Morgenproben sind oft am ergiebigsten.

Indikationen für die Entnahme

  • Anhaltender Husten >2–3 Wochen
  • Verdacht auf Lungenentzündung, TBC, Bronchiektasen, Lungenkrebs
  • COPD-Exazerbation mit eitrigem Sekret
  • Immunsupprimierte Patienten mit Atemwegssymptomen

Richtige Entnahmetechnik und prompte Laborkennzeichnung maximieren den diagnostischen Ertrag.

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