Eine Lungenembolie (LE) tritt auf, wenn ein Blutgerinnsel (meist aus einer tiefen Venenthrombose, TVT) in die Lunge gelangt und den Blutfluss blockiert. Dies ist ein medizinischer Notfall, der eine sofortige Behandlung erfordert.
Häufige Ursachen von TVT/LE
- Langanhaltende Immobilität (Langlaufflüge, Bettlägerigkeit, Gipsverband)
- Adipositas
- Rauchen
- Hormonelle Therapien (Kombinationsorale Kontrazeptiva, Hormonersatztherapie)
- Chronische Erkrankungen (Krebs, Herzkrankheit, Diabetes, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen)
- Operationen (insbesondere orthopädische, abdominale, Becken-Operationen)
Zusätzliche Risikofaktoren
- Alter > 60
- Familiäre Vorgeschichte von VTE (venöse Thromboembolie)
- Schwangerschaft und Wochenbett (bis zu 6 Wochen)
- Kürzliches Trauma oder eine Verletzung
- Krampfadern
- Infektion (einschließlich COVID-19)
- Vererbte Thrombophilien (Faktor V Leiden, Prothrombin-Mutation)
Warnsignale – Sofortige medizinische Hilfe suchen
- Plötzliche Atemnot
- Brustschmerzen (können beim Atmen zunehmen – pleuritisch)
- Unerklärlicher Husten (manchmal mit Blut – Hämoptysie)
- Schneller Herzschlag, Schwindel, Ohnmacht
- Anzeichen einer TVT: einseitige Beinschwellung, Schmerz, Wärme, Rötung
Prävention
- Bei Langstreckenflügen oder Autofahrten regelmäßig bewegen (Wadenübungen, alle 1–2 Stunden gehen).
- Ausreichend trinken; übermäßigen Alkoholkonsum vermeiden.
- Kompressionsstrümpfe bei Reisen oder Krankenhausaufenthalten mit hohem Risiko.
- Prophylaktische Antikoagulation nach größeren Operationen oder während des Krankenhausaufenthalts, falls indiziert.
- Grunderkrankungen behandeln (Krebs, Herzinsuffizienz).
Eine frühe Diagnose (CT-Lungenangiografie, V/Q-Szintigraphie, D-Dimer) und die Behandlung mit Antikoagulanzien verbessern die Ergebnisse erheblich.