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Alveolen: Die mikroskopischen Luftsäckchen, wo Gasaustausch stattfindet

Alveolen sind die terminalen, dünnwandigen Luftsäckchen des Atemwegs – etwa 300–400 Millionen pro Lunge – und bieten eine massive Oberfläche (~70–100 m²) für den Gasaustausch.

Struktur

  • Typ-I-Pneumozyten: Plattenepithel, bedecken 95 % der Oberfläche; ultra-dünn (0,1–0,5 µm) für schnelle O₂/CO₂-Diffusion.
  • Typ-II-Pneumozyten: Würfelförmig; sezernieren Lungensurfactant (Dipalmitoylphosphatidylcholin), reduziert Oberflächenspannung, verhindert Kollaps (Atelektase).
  • Alveolärmakrophagen (Staubzellen): Phagozytose von Trümmern, Pathogenen.
  • Kapillarennetzwerk: Dichtes Plexus; Blut-Gas-Barriere ~0,5 µm dick.

Physiologie

  • O₂ diffundiert von Alveolarluft (PAO₂ ~100 mmHg) → Kapillarblut (PaO₂ ~40 mmHg).
  • CO₂ diffundiert in entgegengesetzter Richtung (PACO₂ ~40 mmHg → PvCO₂ ~45 mmHg).
  • Diffusion begrenzt durch Oberfläche, Barrieredicke, Gaspartialdruckgradienten, Perfusionsanpassung.

Klinische Relevanz

  • ARDS: Surfactant-Mangel/Inaktivierung, Barrieredicke → Hypoxämie.
  • Lungenemphysem: Alveolarwandzerstörung → reduzierte Oberfläche, Lufteinschluss.
  • Lungenödem: Flüssigkeit in Alveolen beeinträchtigt Diffusion.
  • Neonatales RDS: Surfactant-Mangel bei Frühgeborenen.

Alveoläre Integrität ist fundamental für das Überleben der Atmung.

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