Intravenöse Cannabis-Injektion ist äußerst gefährlich
Cannabis ist nicht für intravenöse Verwendung formuliert. Pflanzliches Material, Öle, Verunreinigungen und nicht-sterile Zubereitung schaffen lebensbedrohliche Risiken.
Wichtigste Komplikationen
- Embolie: Partikuläres Material (Pflanzenfasern, Streckmittel) blockiert Lungen- oder Hirngefäße → Schlaganfall, Herzinfarkt, Organinfarkt.
- Schwere Infektion: Bakterien/Pilze direkt in den Blutkreislauf eingeführt → Sepsis, Endokarditis, septische Arthritis, Abszesse. Nicht-sterile Technik, kontaminiertes Wasser, wiederverwendete Nadeln.
- Gefäßschäden: Venenverkalkung, Thrombose, Phlebitis, Nekrose, Ischämie der Gliedmaßen, Amputation.
- Akute Toxizität/Überdosierung: Schnelle, unkontrollierte THC-Abgabe → schwere Panik, Psychose, Tachykardie, Hypotonie, Atemdepression, Krampfanfälle, Koma.
- Abhängigkeitsbeschleunigung: IV-Route → schnelle Hirnaufnahme → intensive Verstärkung → hohes Abhängigkeitsrisiko.
- Blutübertragene Viren: HIV, Hepatitis B/C durch gemeinsame Ausrüstung.
Warum Menschen es tun (und warum es ein Fehler ist)
Irrtum, dass IV einen „besseren Rausch“ gibt. Realität: unvorhersehbar, gefährlich, kein medizinischer Nutzen. Cannabis-Bioverfügbarkeit ist hoch durch Inhalation/oral; IV fügt nur Risiko hinzu.
Wenn Sie oder jemand, den Sie kennen, Drogen spritzt
- Dies ist ein medizinischer Notfall. Sofort einen Suchtmediziner aufsuchen.
- Ressourcen: SAMHSA Nationale Hotline 1-800-662-HELP (4357), lokale Spritzen-Serviceprogramme, medikamentenunterstützte Behandlung (MAT).
- Nie Cannabis oder jede nicht-pharmazeutische Substanz injizieren.
Es gibt keine sichere Art, Cannabis zu injizieren. Die Risiken sind schwerwiegend, irreversibel und potenziell tödlich.