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Meerschweinchenläuse: Warum Teebaumöl giftig ist & sichere Behandlungsoptionen

⚠️ Niemals Teebaumöl auf Meerschweinchen anwenden

Teebaumöl (Melaleuca) enthält Terpene (Cineol, Terpinen-4-ol), die Neurotoxizität, Lebernekrose und Tod bei kleinen Herbivoren verursachen – selbst bei niedrigen Konzentrationen. Dokumentierte Todesfälle durch dermale und inhalative Exposition.

Sicheres, tierärztlich geleitetes Protokoll

  1. Diagnose bestätigen: Exotischer Tierarzt untersucht auf Gliricola porcelli (Kauende Laus) oder Gyropus ovalis (Saugende Laus).
  2. Vorgeschriebene Behandlung:
    • Topisches Selamectin (Revolution® Welpen/Kätzchen Dosis nach Gewicht) – einzelne Anwendung, wiederholen nach 2–4 Wochen.
    • Oder Ivermectin 0,4 mg/kg SC alle 7 Tage × 2–3 (tierärztlich verabreicht).
    • Oder Doramectin, Moxidectin gemäß Tierarzt.
  3. Umweltdekontamination:
    • Einstreu entsorgen; Käfig, Verstecke, Spielzeug in heißem Wasser (≥60 °C) + haustiersicheres Desinfektionsmittel (beschleunigtes Wasserstoffperoxid) waschen.
    • Nicht waschbares 72 Std. einfrieren.
  4. Betroffenes Meerschweinchen isolieren bis 2 negative Kämme 1 Woche auseinander.
  5. Alle im Kontakt stehenden Meerschweinchen gleichzeitig behandeln.
  6. Nachsorgeuntersuchung nach 2–4 Wochen.

Unterstützende Pflege

  • Vitamin-C-Supplementierung (kritisch für Meerschweinchen).
  • Ballaststoffreiche Diät (Timothy-Heu) zur Stressreduktion.
  • Behandlung während der Therapie minimieren.

Exotischer Tierarzt = essenzieller Partner. Keine Hausmittel.

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