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Systematisches Anfälle-Management: Ein umfassender Ansatz zur Epilepsieversorgung

Systematisches Anfälle-Management ist ein strukturierter, multidisziplinärer Rahmen zur Diagnose, Behandlung und Überwachung von Epilepsie, um Anfällsfreiheit bei optimaler Lebensqualität zu erreichen.

Kernkomponenten

  1. Frühe Identifikation & Diagnose: Detaillierte Anfälle-Semiologie, Auslöser, neurologische Untersuchung.
  2. Diagnostische Tests: EEG (Routine, Schlafentzug, ambulant), MRT Gehirn (Epilepsie-Protokoll), metabolische und genetische Labore.
  3. Anfälle-Klassifikation: ILAE 2017: Fokal vs. generalisiert vs. unbekannt; motorisch vs. nicht-motorisch.
  4. Medikamentenauswahl: Anti-Anfalls-Medikament (ASM) angepasst an Anfälle-Typ, Syndrom, Komorbiditäten, Alter, Geschlecht, Arzneimittelinteraktionen. Monotherapie zuerst.
  5. Dosisoptimierung: Langsame Titration; therapeutisches Drug-Monitoring für ausgewählte ASMs.
  6. Lebensstilmodifikation: Schlafhygiene, Stressmanagement, Alkoholvermeidung, Anfallstagebuch.
  7. Diätetische Therapie: Ketogene Diät, modifizierte Atkins, LGIT für medikamentenresistente Epilepsie.
  8. Chirurgische Evaluation: Bei medikamentenresistenter fokaler Epilepsie: resektive Chirurgie, Laserablation, Neuromodulation (VNS, RNS, DBS).
  9. Multidisziplinäres Team: Epileptologe, Neurochirurg, Neuropsychologe, Krankenschwester, Sozialarbeiter, Diätassistent.
  10. Laufendes Monitoring: Regelmäßige Nachsorge (Anfallshäufigkeit, Nebenwirkungen, Labore, DEXA für Knochengesundheit, Schwangerschaftsplanung).
  11. Patientenaufklärung: Sicherheit (Fahren, Baden, Höhen), Notfallmedikamente, SUDEP-Risikoberatung.

Ziel

Anfällsfreiheit mit minimalen Nebenwirkungen; optimale Lebensqualität.

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