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Vergrößerter Lymphknoten mit einseitigem Kribbeln: Differentialdiagnose und Dringlichkeit

Ein vergrößerter Lymphknoten plus ipsilaterales Kribbeln deutet auf eine mögliche neurologische Beteiligung oder kompressive Pathologie hin, die eine zeitnahe Abklärung erfordert.

Mögliche Ursachen

  • Zervikale Lymphadenopathie + Radikulopathie: Vergrößerter Knoten (Infektion, Lymphom, Metastase) komprimiert eine Nervenwurzel (C5–T1) → dermatomales Kribbeln.
  • Plexus-brachialis-Läsion: Knoten im supraclavikulären oder axillären Bereich komprimiert das Plexus.
  • Rückenmarks-/Nervenwurzel-Läsion: Bandscheibenvorfall, Stenose, Tumor – der Lymphknoten kann zufällig oder reaktiv sein.
  • Infektiös/Entzündlich: Gürtelrose (VZV) → dermatomale Schmerzen/Kribbeln + reaktive Knoten.
  • Paraneoplastisch/autoimmun: Selten.

Abklärung

  • Anamnese: Dauer, Verlauf, konstitutionelle Symptome, Exposition.
  • Untersuchung: Knotenmerkmale (Größe, Konsistenz, Mobilität, Druckschmerz); neurologisch (Sensibilität, Motorik, Reflexe).
  • Bildgebung: Ultraschall (Knoten), MRT (Hals/Gehirn/Plexus brachialis).
  • Labor: Blutbild, BSG/CRP, LDH, Viruserologie, SPEP.
  • Biopsie: Wenn Knoten >1 cm, hart, fixiert, supraclavikulär oder persistierend >4 Wochen.

Dringlichkeit

Untersuchung am selben Tag, wenn: fortschreitende Schwäche, ausbreitende Taubheit, Stuhl-/Harnverhalt, Atemnot oder Verdacht auf Rückenmarkskompression.

Neue neurologische Symptome bei Lymphadenopathie nicht ignorieren.

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