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Lokalisierte Hyperhidrose: Fokal übermäßiges Schwitzen Ursachen und Behandlungen

Definition

Primäre fokal hyperhidrose: Übermäßiges Schwitzen in spezifischen Bereichen (Handflächen, Fußsohlen, Achseln, Gesicht, Kopfhaut, Leiste), unabhängig von Thermoregulation, typischerweise beidseitig und symmetrisch, Manifest <25 Jahre, nicht während des Schlafes.

Pathophysiologie

  • Überaktiver sympathisch-cholinerger sudomotorischer Output.
  • Genetische Prädisposition (autosomal dominant mit variabler Penetranz).
  • Ausgelöst durch emotionalen Stress, Hitze, Gewürze – nicht Kerntemperatur.

Häufige Lokalisationen

  • Palmar (Hände): Beeinträchtigt Griff, Papierhandhabung, soziale Interaktion.
  • Plantar (Füße): Mazeration, Infektionen, Schuhschäden.
  • Axillar: Sichtbare Flecken, Geruch, Kleidungsschäden.
  • Kraniofaziell: Soziale Verlegenheit, Make-up-Störung.

Behandlungsleitern

  1. Topisches Aluminiumchlorid (20–25 %): Nachtliche Anwendung; Erstlinie für Achseln, Handflächen, Fußsohlen.
  2. Iontophorese: Leitungswasserbäder mit elektrischem Strom; 3–4×/Woche initial; hohe Erfolgsrate für Handflächen/Fußsohlen.
  3. Orale Anticholinergika: Glycopyrrolat, Oxybutynin; systemische Nebenwirkungen (trockener Mund, Verstopfung, Harnverhalt).
  4. Botulinumtoxin A: Intradermale Injektionen; 4–6 Monate Wirkdauer; FDA-zugelassen für Achseln; Off-Label für Handflächen/Fußsohlen.
  5. Mikrowellenthermolyse (miraDry): Dauerhafte Zerstörung der Achsel-Schweißdrüsen.
  6. Endoskopische Thorakalsympathektomie (ETS): Letztes Mittel; Risiko kompensatorischer Hyperhidrose (50–90 %).

Sekundäre Hyperhidrose (generalisiert, Manifest >25, nächtlich) erfordert Abklärung auf zugrunde liegende Ursache (endokrin, neurologisch, Malignität, Medikament).

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