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Chronische Borreliose: Komplementäre Ansätze als Ergänzung zur Standardversorgung

Disclaimer: Diese Strategien sind nur ergänzend. Evidenzbasierte Antibiotikatherapie gemäß IDSA-Richtlinien bleibt der Eckpfeiler für aktive Borrelia burgdorferi-Infektion. „Chronische Borreliose“ ist ein umstrittener Begriff; persistierende Symptome nach Behandlung können auf Post-Treatment Lyme Disease Syndrome (PTLDS), Autoimmunität oder andere Diagnosen zurückzuführen sein.

Potenzielle komplementäre Unterstützungen (begrenzte Evidenz)

  • Pflanzliche Antimikrobiella: Katzenkralle (Uncaria tomentosa, Japanischer Knöterich (Polygonum cuspidatum, Andrographis, Cryptolepis – in-vitro-anti-Borrelia-Aktivität; humane Daten spärlich.
  • Immununterstützende Nährstoffe: Vitamin D (optimieren >40 ng/mL), C, Zink, Magnesium, Omega-3-Fettsäuren.
  • Entzündungshemmende Ernährung: Mittelmeer-Diät, wenig verarbeiteter Zucker, viele Polyphenole.
  • Unterstützung des Darmmikrobioms: Probiotika (mehrstammig), Präbiotika – mildern antibiotika-assoziierte Dysbiose.
  • Lebensstil: Dosierte Aktivität (Boom-Bust vermeiden), Schlafhygiene, Stressreduktion (Meditation, Yoga, HRV-Biofeedback).

Standard-Antibiotikaregime (IDSA)

  • Früh lokalisiert: Doxycyclin 100 mg 2× täglich × 10–14 Tage.
  • Früh disseminiert / neurologisch: Ceftriaxon 2 g IV täglich × 14–28 Tage.
  • Späte Arthritis: Doxycyclin × 28 Tage oder Ceftriaxon × 14–28 Tage.

Multidisziplinärer Ansatz

Persistierende Symptome erfordern eine Abklärung durch Infektiologie, Rheumatologie, Neurologie und Schmerztherapie. Die Integration funktionaler Medizin sollte koordiniert, nicht fragmentiert erfolgen.

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