Home Alternative Medizin Bisse und Stiche Krebs AGB-Behandlungen Zahngesundheit Diät und Ernährung Familiengesundheit Gesundheitsindustrie
|  | Gesundheitswissenschaften >  | AGB-Behandlungen | Erkrankungen der Atemwege

Lungenspitzen: Anatomie, Beziehungen und klinische Bedeutung

Die Lungenspitzen – jene abgerundeten oberen Anteile, die sich über das erste Rippenbein in den Hals erstrecken – sind anatomisch eng und klinisch entscheidend. Hier ist, warum sie wichtig sind.

Anatomie

  • Definition: Oberer Anteil jedes Lügels, der sich über das 1. Rippenbein in die Wurzel des Halses (supraclavikuläre Grube) erstreckt
  • Bedeckung: Zervikale Pleura (parieteale Pleura) = Cupula (Faszie von Sibson)
  • Wichtige Beziehungen:
    • Anterior: Arteria/vena subclavia, Musculus scalenus anterior, Nervus phrenicus
    • Posterior: Sympathikusstrang, Ganglion stellatum, 1. Rippe, Wurzel des Nervus spinalis T1
    • Medial: Venae brachiocephalicae, Trachea, Ösophagus, Thymus
    • Lateral: 1. Rippe, Musculus subclavius, Plexus brachialis (C5–T1)

Klinische Bedeutung

  • Pancoast-Tumor: Apikaler Lungenkrebs, der den Plexus brachialis (Armschmerz/-schwäche), den Sympathikusstrang (Horner-Syndrom: Ptosis, Miosis, Anhidrose) oder Wirbelkörper befällt
  • Apikale Tuberkulose (Simon-Fokus): Hoher Sauerstoffpartialdruck begünstigt Reaktivierung
  • Pneumothorax: Ruptur apikaler Blasen → Luft im Pleuralraum
  • Supraclavikulärer Zugang: Legen einer Subclavian-Linie, Plexus-brachialis-Blockade, apikale Biopsie
  • Körperliche Untersuchung: Apikale Auskultation (frühe TB, Fibrose); supraclavikuläre Lymphknoten (Virchow = Magen; scalene = Lunge)

Bildgebung

Apikale Lordoseaufnahme (Thoraxröntgen) oder CT ermöglicht eine bessere Visualisierung dieser oft verborgenen Region.

logo

www.alskrankheit.net © Gesundheitswissenschaften