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Bronchiolen: Struktur, Funktion und klinische Bedeutung

Bronchiolen sind die kleinen terminalen Atemwege (<1 mm Durchmesser), die von den Bronchien abzweigen. Sie haben weder Knorpel noch Drüsen und verlassen sich auf glatte Muskeln und elastische Fasern für die Offenhaltung.

Histologie und Subtypen

  • Terminalbronchiolen: Letzte rein leitende Generation; ausgekleidet mit ziliiertem kuboidalem Epithel mit Clara-Zellen.
  • Respiratorische Bronchiolen: Haben alveoläre Ausstülpungen; beginnen die Gasaustauschzone.

Wichtige Funktionen

  • Luft zu/von den Alveolen leiten.
  • Zilienschild befreit Partikel/Schleim.
  • Clara-Zellen sezernieren Surfactant-Komponenten, entgiften inhalierte Toxine, wirken als Vorläuferzellen.
  • Tonus der glatten Muskulatur reguliert Luftstromverteilung (Anpassung von Ventilation an Perfusion).

Klinische Relevanz

  • Bronchiolitis: Viral (RSV) Entzündung bei Säuglingen → Keuchen, Luftfalle.
  • Asthma: Bronchioläre Überempfindlichkeit, Remodellierung.
  • COPD: Kleine Atemwegserkrankung (Bronchiolitis obliterans) geht Emphysem voraus; Hauptort der Luftstrombegrenzung.
  • Bronchiolitis obliterans: Post-infektiös, post-transplantativ oder durch toxische Inhalation → fibrotische Okklusion.

Bronchiolen sind die „stille Zone“ der Lunge – Erkrankungen hier sind oft bis zum fortgeschrittenen Stadium asymptomatisch.

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