Skleröse Läsionen sind Bereiche mit erhöhter Knochendichte (Röntgendichte), die reaktive Knochenbildung widerspiegeln. Sie sind keine Diagnose, sondern ein radiologisches Muster mit vielfältigen Ätiologien. Das Management hängt von der zugrunde liegenden Ursache und dem klinischen Kontext ab.
| Ätiologie | Beispiele | Typische Merkmale |
|---|---|---|
| Gutartig neoplastisch | Osteoidosteom, Osteoblastom, Enostose (Knocheninsel), Osteochondrom | Osteoidosteom: <2 cm, Nidus, Nachtschmerz, der auf NSAR anspricht |
| Maligne neoplastisch | Osteosarkom (skleröse Variante), Metastasen (Prostata, Brust, Lunge), Lymphom | Aggressive Merkmale: Kortikalzerstörung, Weichteilmasse, Periostalreaktion |
| Entzündlich/Infektiös | Chronische Osteomyelitis (Brodie-Abszess), TB, Pilz | Sequestrum, Involucrum, Cloaca; klinische Infektionszeichen |
| Metabolisch/Endokrin | Hyperparathyreoidismus (Brown-Tumore → Sklerose), Morbus Paget, Fluorse | Musterhafte Verteilung; Laboranomalien |
| Trauma/Überlastung | Heilende Ermüdungsfraktur, Myositis ossificans, Knocheninfarkt-Reparatur | Trauma-/Überlastungsanamnese; Kortikalverdickung |
| Kongenital/Dysplasisch | Osteopoikilose, Melorheostose, Osteopathia striata | Mehrere, symmetrische, oft Zufallsbefund |
Nicht alle sklerösen Läsionen müssen entfernt werden. Die Entscheidung ist individuell: Zuerst diagnostizieren, dann die Ursache behandeln, nicht nur die Dichte.

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