Eine Nierenvergrößerung (Renomegalie), die bei der Bildgebung festgestellt wird, hat zahlreiche Ätiologien:
- Hydronephrose: Harnabflussobstruktion (Steine, UPJ-Obstruktion, Tumor, BPH, retroperitoneale Fibrose) → upstream Dilatation.
- Autosomal-dominante polyzystische Nierenerkrankung (ADPKD): Mehrere bilaterale Zysten; progressive Vergrößerung.
- Pyelonephritis: Bakterielle Infektion → inflammatorisches Ödem.
- Nierentumore: RCC, Angiomyolipom, Onkozytom; können die Niere asymmetrisch vergrößern.
- Diabetische Nephropathie: Frühe Hyperfiltration → Nierenhypertrophie; später Atrophie.
- Glomerulonephritis: Inflammatorische Infiltration (z. B. Lupusnephritis, IgA-Nephropathie).
- Medulläre Schwämmeniere: Erweiterte Sammelrohre mit Mikrozysten.
- Nierenvenenthrombose: Venöser Abflussobstruktion → kongestive Vergrößerung.
Nächste Schritte
- Mit Labore korrelieren (Kreatinin, eGFR, Urinstatus, Elektrolyte).
Weitere Bildgebung (CT/MRT mit Kontrastmittel, Doppler-US), falls Ätiologie unklar. | - Nephrologie/Urologie-Überweisung basierend auf vermuteter Ursache.
Frühe Diagnose erhält die Nierenfunktion.