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Sizing der Nasopharyngealkanüle (NPA): Technik der Ohrläppchen-Messung

Die Standardmethode zur Auswahl der richtigen Länge einer Nasopharyngealkanüle (NPA) ist die Ohrläppchen-Technik.

Vorgehensweise

  1. Das Flanschende der NPA an der Narbe (Nasenflügelöffnung) der Patientin oder des Patienten ansetzen.
  2. Die Kanüle seitlich entlang des Gesichts verlängern.
  3. Bis zum Ohrläppchen (kaudaler Rand der Ohrmuschel) auf derselben Seite messen.
  4. Die Entfernung vom Flansch zum Ohrläppchen approximiert die Entfernung von der Narbe zum Nasopharynx.

Alternative / bestärkende Methoden

  • Spitze bis Unterkieferwinkel: Manche Protokolle nutzen den Unterkieferwinkel als Landmarke.
  • Alters-/größenbasiertes Sizing: Pädiatrische Formeln (z. B. Länge = (Alter/2) + 12 cm) – weniger genau.
  • Direkte Visualisierung: Während des Einführens vorsetzen, bis der Flansch an der Narbe anliegt; Position durch Laryngoskopie oder Fiberoskop bestätigen.

Sizing-Hinweise

  • Zu kurz: Spitze im Oropharynx → Würgreiz, ineffektive Stenting-Wirkung.
  • Zu lang: Spitze in Speiseröhre oder Luftröhre → Magenblähung, Aspiration, Kehlkopfkrampf.
  • Durchmesser: Größter, der leicht hindurchpasst; typischerweise 6–8 mm erwachsen, 3–5 mm pädiatrisch. Französische Größe = 3 × Durchmesser (mm).

Wichtige Punkte

  • Mit wasserlöslichem Gel schmieren (nicht Vaseline).
  • Entlang des Nasenhöhlengrunds einführen (Schrägschnitt zum Septum).
  • Kontraindiziert bei Verdacht auf Schädelbasisbruch (Risiko intrakranieller Platzierung).
  • Position nach jeder Nackenbewegung oder Patiententransportierung erneut überprüfen.

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