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Beeinträchtigte Atemwege: Ursachen, Anzeichen und Notfallmanagement

Beeinträchtigte Atemwege = partielle oder vollständige Obstruktion, die die Beatmung beeinträchtigt. Lebensbedrohlich; erfordert sofortiges Handeln.

Ursachen

  • Fremdkörperaspiration (Nahrung, Spielzeug)
  • Laryngospasmus (Stimmbandspasmus)
  • Anaphylaxie (Angioödem)
  • Trauma (Gesichtsfrakturen, Nackenverletzung)
  • Epiglottitis (bakteriell, heute selten durch Hib-Impfstoff)
  • Angioödem (ererblich oder durch ACE-Hemmer induziert)
  • Infektion (retropharyngealer Abszess, Krupp)
  • Tumor, Fremdkörper, Stimmbandlähmung

Anzeichen

  • Stridor (hochfrequentes inspiratorisches Geräusch)
  • Speichelfluss, Unfähigkeit zu schlucken
  • Tripodenposition, Einziehungen
  • Zyanose, veränderter Bewusstseinszustand
  • Stille Brust (imminente vollständige Obstruktion)

Management

  1. Basis: Kopfüberstreckung/Kinnheben, Kieferstoß; Rettungsbeatmung bei Atemstillstand.
  2. Fremdkörper: Heimlich-Manöver (Erwachsene/Kind), Rückenklopfen/Brustkompressionen (Säugling).
  3. Fortgeschritten: Endotracheale Intubation, Koniotomie, Tracheotomie.
  4. Medikamente: Adrenalin (Anaphylaxie/Krupp), Steroide, Bronchodilatativa, Antihistaminika.

Prävention

  • Nahrung für Kinder klein schneiden; Mahlzeiten beaufsichtigen.
  • Kleine Gegenstände von Kindern unter 3 Jahren fernhalten.
  • Allergie-Handlungsplan + Adrenalin-Autoinjektor, falls verordnet.
  • Schutzausrüstung bei risikoreichen Aktivitäten.

Rufen Sie für jeden Atemwegsnotfall den Notruf (112/911).

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