Pflege bei akuter LE konzentriert sich auf hämodynamische Unterstützung, Antikoagulationssicherheit und Komplikationsprävention.
Prioritäre Interventionen
- Sauerstofftherapie: Ziel SpO₂ ≥94%; Hochfluss bei Bedarf.
- Schmerzkontrolle: Analgetika für pleuritischen Schmerz → verbessert Atmung.
- Aktivitätseinschränkung: Zunächst Bettlägerigkeit; Gerinnselablösung vermeiden.
- Antikoagulationsüberwachung: Heparin/Warfarin/DOAC-Spiegel; auf Blutung achten (Hb/Hämatokrit, Stuhl, neurologische Checks).
- Kompressionsstrümpfe + Beinlagerung: DVT-Fortschreiten verhindern, venösen Rückfluss fördern.
- Atemüberwachung: Atemfrequenz, SpO₂, Atemarbeit, ABGs prn.
- Fluidbilanz: Überlastung (RV-Belastung) und Dehydration vermeiden.
- Patientenaufklärung: LE-Symptome, Antikoagulationsadhärenz, Lebensstiländerungen (Rauchstopp, Mobilität).
- Psychosoziale Unterstützung: Angst, Furcht, Depression häufig.
- Frühmobilisation: Progressive Ambulation gemäß Protokoll einmal stabil.
- Ernährung/Flüssigkeit: Heilung unterstützen.
- Atemübungen: Anreizspirometrie, diafragmatische Atmung.
- Rauchstopp: Beratung + Pharmakotherapie.
- Interdisziplinäre Koordination: Arzt, RT, Pharm, PT, Case Management.
Wachsame Neubewertung erkennt Verschlechterung frühzeitig (hämodynamischer Kollaps, HIT, Re-Embolie).