Ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist wesentlich für die Abwehrmechanismen der Atemwege.
Wichtige physiologische Rollen
- Schleim-Rheologie: Flüssigkeitszufuhr hält Schleim als niedrigviskoses Gel (95 % Wasser). Dehydratation → dicker, haftender Schleim → beeinträchtigter mukoziliärer Transport.
- Flimmerhärchen-Funktion: Flimmerhärchen schlagen optimal in einer hydratisierten periziliären Schicht. Dehydratation → Flimmerhärchen-Dyskinesie → Retention von Erregern/Partikeln.
- Epithel-Integrität: Hydratisierte Schleimhaut widersteht viraler/bakterieller Adhäsion und Barrierestörung.
- Systemische Effekte: Aufrechterhaltung des Plasmavolumens → angemessene pulmonale Perfusion und O₂-Zufuhr. Befeuchtete Inspirationsluft reduziert Bronchospasmus-Auslöser.
Klinische Relevanz
- COPD/Asthma: Flüssigkeitszufuhr reduziert Exazerbationshäufigkeit.
- URI/Influenza: Verdünnt Sekrete, erleichtert das Abhusten.
- Post-Extubation/Intensivstation: Verhindert Schleimpropfen, Atelektase.
Ziel: 2–3 L/Tag Wasser (anpassen an Klima, Aktivität, Komorbiditäten). Urinfarbe überwachen.