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Lungenventilationsszintigraphie: Was sie zeigt und wann sie eingesetzt wird

Eine Lungenventilationsszintigraphie (Teil einer V/Q-Szintigraphie) zeigt, wie Luft durch Ihre Lunge strömt. Sie inhalieren ein radioaktives Gas (Xenon-133 oder Technegas) oder Aerosol (DTPA), und eine Gammakamera erfasst die Verteilung.

Was sie erkennt

  • Ventilationsdefekte – Bereiche, die keine Luft erhalten: Asthma, COPD, Schleimpropfen, Bronchialobstruktion.
  • Abgestimmte vs. nicht abgestimmte Defekte – kombiniert mit Perfusionsszintigraphie: Nicht abgestimmt (Ventilation normal, Perfusion fehlt) deutet auf Lungenembolie hin; abgestimmt deutet auf Atemwegserkrankung hin (COPD, Lungenentzündung).
  • Quantitative Ventilationsverteilung – hilft bei der Beurteilung der Operationsfähigkeit (Lungenresektion) oder Transplantationsbewertung.

Indikationen

  • Verdacht auf Lungenembolie, wenn CT-Angiographie kontraindiziert ist (Kontrastmittelallergie, Nierenversagen, Schwangerschaft).
  • Präoperative Lungenfunktions-Mapping.
  • Unerklärliche Dyspnoe bei normalem CT.
  • Nachsorge bekannter Atemwegserkrankung.

Ablauf

  1. Tracer über Mundstück/Maske einatmen (~5 Minuten).
  2. Mehrere Ansichten: anterior, posterior, lateral, schräg.
  3. Oft gefolgt von Perfusionsszintigraphie (IV Tc-99m MAA).
  4. Strahlendosis: niedrig (~1–2 mSv insgesamt für V/Q).

Einschränkungen

Weniger anatomische Details als CT; nicht diagnostisch bei signifikanter zugrunde liegender Lungenerkrankung. Interpretation erfordert klinischen Kontext.

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